Was ist Brainspotting?

"Wo wir hinsehen, beeinflusst, wie wir uns fühlen" könnte man Brainspotting zusammenfassen. Bei Brainspotting handelt es sich um eine relativ neue, sehr effektive therapeutische Technik, um psychische und psychosomatische Symptome zu reduzieren oder möglicherweise auch zu heilen. Sie wurde etwa 2003 von dem New Yorker Sozialarbeiter und Psychotherapeuten, Dr. David Grand entwickelt.  Ziel ist es, einen Punkt im Gesichtsfeld zu finden, an dem man eine "Aktivierung" spürt. Als Hilfsmittel dient ein Zeigestab, der durch das Gesichtsfeld der Patient*in bewegt wird. Dieser gefundene Punkt dient dann als "Tor zur Seele". Wird dieser Blickpunkt weiter mit den Augen fixiert, können belastende Erinnerungen und Erfahrungen gezielt aktiviert und verarbeitet werden. Auf Brainspottingaustria.com finden Sie unter diesem Link ein kurzes Ö1-Interview mit Mag. Monika Baumann, die diese Technik in Österreich verbreitet.

Veränderung - die einzige Konstante im Leben

 

Liebe Patientinnen und Patienten,

 

mit großer Freude darf ich bekannt geben, dass ich mit meiner Praxis "umgezogen" bin. Die Adresse bleibt dieselbe, sie finden mich nun allerdings im Dachgeschoss des VIA Therapiezentrums. Bitte benutzen sie ab sofort den Hintereingang des Therapiezentrums. Nach dem Stiegenaufgang gelangen Sie in ein seperates Wartezimmer, in dem ich Sie dann begrüße. 

 

Im ausgebauten Dachgeschoss darf ich nun den Genuss eines charmanten und lichtdurchfluteten Raumes mit wunderbarer Aussicht über die Weinberge mit Ihnen teilen. Aktuelle Fotos folgen in Kürze. 

Erhöhung des Kostenzuschusses

Endlich!

 

Seit Jahren kämpft die Berufsvertretung der Psychotherapeut*innen dafür, Psychotherapie leistbarer zu machen. Ein kleiner Schritt scheint nun gelungen.

 

Seit dem Jahr 1991 (!) gab es keine Anpassung des Kostenzuschusses mehr. Ab dem 1.9.2018 erhöhen die Gebietskrankenkassen nun ihren Zuschuss von 21,80€ auf 28€. Dieser ist dann leider immer noch weit entfernt von den Zuschüssen anderer Versicherungen (BVA: 40€, Bauern-Versicherung: 50€), dennoch bedeutet es für manche Patient*innen eine finanzielle Erleichterung.

 

Es bleibt zu hoffen, dass die Kontingente für Psychotherapie weiter erhöht werden und somit der Zugang zu qualitativ hochwertiger psychotherapeutischer Versorgung für alle Menschen möglich wird.

 

 

Mitgefühl mit mir selbst?

Immer wieder kommen Patienten und Patientinnen zu mir, die es mit Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit schaffen, anderen Menschen freundlich und mitfühlend zu begegnen. Doch genau diese Menschen haben diese Freundlichkeit oft nur für andere zur Verfügung, nicht für sich selbst. Die eigenen Tätigkeiten, die eigenen Qualitäten und das eigene Äußere werden oftmals erbarmungslos kritisiert.

 

Viele von uns kennen diese inneren Stimmen, die sich in Momenten des Scheiterns auf uns stürzen. Ursprünglich dachte man, dass Strafe und Tadel zu mehr Leistung motiviere.  Doch das Gegenteil ist der Fall! Unter dem Gewicht so manchen inneren Kritikers zerbröselt unser sensibles Selbstwertgefühl nur allzu oft und wir geben auf.

 

In der Psychotherapie hat es sich als hilfreich erwiesen, gezielt Übungen zum „achtsamen Selbst-Mitgefühl“ („mindful self-compassion“, kurz MSC) einzubauen. Dabei geht es nicht darum, sich selbst zu bemitleiden, sondern unter anderem gute Wünsche („Möge ich in Frieden leben! Möge ich in Leichtigkeit leben! Möge es mir gut gehen!“) gezielt an die eigene Person zu adressieren.

 

Ziel ist es, sich selbst mit derselben Freundlichkeit und demselben Mitgefühl zu begegnen, mit dem wir einem geliebten Menschen begegnen. Wir alle machen Fehler und fühlen uns manchmal unzulänglich. Genau das verbindet uns!

 

Weitere Informationen und Übungen (in Englisch!) zu Achtsamem Selbst-Mitgefühl (self-compassion) unter http://self-compassion.org/.

 

Wie bekomme ich einen Teil meiner Kosten zurück?

Sofern sie unter einer „krankheitswertigen Störung“ – wie es so schön heißt – leiden, können Sie sich einen Teil der Kosten für Psychotherapie von Ihrer Krankenkasse zurückholen. „Krankheitswertig“ bedeutet, dass Ihre Erkrankung die ICD-10 Diagnosekriterien erfüllt. Für Paargespräche oder Selbsterfahrung gibt es von der Krankenkassa keinen Zuschuss.

 

Grundsätzlich sind die ersten 10 Stunden Psychotherapie bewilligungsfrei. Das bedeutet, Sie können die Honorarnoten, die sie von mir über die ersten 10 Stunden bekommen, gemeinsam mit einer „Überweisung“ vom Arzt an Ihre Krankenkasse schicken, und bekommen dann einen Teil der Kosten rückerstattet.

 

Ganz wichtig ist, hier zu beachten, dass die Überweisung vom Arzt vor der 2. Psychotherapiestunde erfolgt. Mit dieser Überweisung erfolgt im Grunde lediglich eine Bestätigung, dass für ihr Problem keine körperliche Erkrankung verantwortlich ist. Sie bekommen diese Überweisung im Normalfall ganz unkompliziert von ihrem Hausarzt. Ist dann alles bei ihrer Kasse eingelangt, dauert es im Normalfall ein paar Wochen, bis Sie Ihre Refundierung erhalten.

 

Wenn Sie mehr als 10 Stunden Psychotherapie benötigen, dann muss die Krankenkasse vorab einen Antrag bewilligen, um Ihnen weiter den Zuschuss zu gewährleisten. Diesen Antrag erhalten Sie von mir.

 

Die Höhe der Rückerstattung ist von Ihrer Krankenkasse abhängig. Bei der NÖGKK und WGKK bekommen Sie 21,80€ pro Einheit zurück, bei der BVA  liegt der Satz bei 40€ pro Einheit, bei der Versicherung der Bauern sogar bei 50€ pro Einheit.

 

Wenn Sie eine Zusatzversicherung haben, lohnt es sich auf jeden Fall, sich auch bei dieser nach Refundierungsmöglichkeiten zu erkundigen.

 

 

Was macht ein "gutes Leben" aus? (Teil 2)

Die Frage nach dem, was uns im Leben zufrieden, ausgeglichen und stressresistent macht, ist auch das zentrale Thema einer Dokumentation aus dem Jahr 2011 namens „Happy“. Dieser berührende Film besucht fröhliche Menschen aus unterschiedlichsten Erdteilen und versucht, die Essenz dessen, was uns um Leben stärkt, herauszufiltern. Zu folgenden Resultaten kommen die Filmemacher:

 

 

1.     Es macht uns glücklich, wenn wir authentisch „wir selbst“ sein können.

2.     „Glücklich sein“ ist eine Fähigkeit, die sich erlernen lässt.

3.     Dinge, die wir gerne tun, sind die Bausteine für ein glückliches Leben.

4.     Spielen macht uns glücklich.

5.     Ebenso, wenn wir immer wieder neue Erfahrungen sammeln.

6.     Freunde und Familie, sowie das „Eingebunden-sein“ in Netzwerke.

7.     Es macht uns glücklich, wenn wir unser Tun als sinnvoll empfinden.

     8.     Wir werden zufriedener, wenn wir das, was wir haben, wertschätzen.

 

Den Film finden Sie auf Youtube. Sollten Sie einen Zugang zu Netflix haben, können Sie den Film auch mit deutschen Untertiteln ansehen.

 

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Was macht ein "gutes Leben" aus?

Ich möchte Ihnen einen sehr sehenswerten TED-Talk empfehlen. Professor Robert Waldinger ist Leiter einer Langzeitstudie der Harvard-University, die seit 75 Jahren das Leben von ursprünglich mehr als 700 Menschen erforscht. Ziel dieser Studie ist es, herauszufinden, was Menschen gesund und zufrieden erhält und welche Faktoren zu einem erfüllten Leben beitragen. Die Antwort ist eindeutig und schnell zusammenzufassen: Nicht Geld, nicht Ruhm, sondern „gute Beziehungen“! Diese Erkenntnis ist nicht neu, aber nun fundiert wissenschaftlich belegt.

 

Hier zeigt sich wieder mal, welchen profunden und wichtigen Einfluss Psychotherapie auf die mentale und physische Gesundheit haben kann. Primäres Ziel in psychotherapeutischen Prozessen wird in der „Integrativen Therapie“ das „Wiederherstellen von Beziehungsfähigkeit“ gesehen. Wenn wir in der Lage sind, unsere Beziehungen befriedigend zu gestalten und in tragfähige soziale Netze eingebunden sind, so ist das ein ganz wesentlicher „Gesundheitsfaktor“ in unserem Leben. Hier finden Sie ein deutsches Transkript des Videos.

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Orthorexia nervosa - eine neue Essstörung auf dem Vormarsch?

Unter Orthorexia nervosa wird, in Anlehnung an die Anorexia nervosa (Magersucht) eine krankhafte Beschäftigung mit gesundem Essen und dem Thema „Gesundheit“ verstanden. Derzeit ist sie zwar noch nicht in den offiziellen Diagnoseschemata (ICD, DSM) zu finden, dennoch ist die steigende Anzahl an jungen Leuten, die unter dem Drang, möglichst „sauber“, d.h. möglichst naturbelassen und gesund, zu essen (#eatclean) und Sport mehr und mehr zwanghaft zu betreiben, besorgniserregend.  Betroffene würden durch die strengen Vorschriften, die sie sich in Punkto Ernährung und Bewegung auferlegen, immer eingeengter in ihren Genuss-, Freizeit- und Lebensmöglichkeiten. Schon seit längerem werden Soziale Medien zu immer wichtigeren Vehikeln der Selbstinszenierung. Die intensive, nahezu überflutende Konfrontation mit beschönigten und inszenierten Bildern, kann gerade bei jungen Leuten zu einer langsamen Erosion des Selbstwertes führen. Die Zeitung „Der Standard“ berichtet darüber.

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Biophilia und Psychotherapie

Dass Zeit in der Natur zu verbringen, für viele Menschen eine grundlegende Kraftquelle darstellt, ist bei Weitem kein Geheimnis.  Die angenehmen Sinneseindrücke, die uns Wiesen, Wälder, Hügel, Berge, Flüsse und zahlreiche andere Naturlandschaften vermitteln, helfen uns, zu unserem Alltag und eventuellen Sorgen und Nöten ein Stück auf Distanz zu gehen und wieder in Kontakt mit uns selbst zu kommen. Auch in psychotherapeutischen Prozessen lassen sich Aufenthalte in der Natur wunderbar einbauen um aufzutanken und die innere Balance wiederzufinden. In seinem Buch „Der Biophilia-Effekt“ beschreibt der Biologe und österreichische Autor Clemens Arvay zahlreiche Anregungen, um die Heilkräfte der Natur noch intensiver erleben zu können. Er widmet sich in diesem Buch auch der Frage, warum Naturerlebnisse auf uns derart heilsam wirken und kommt auf seiner Reise auf durchaus spannende Erkenntnisse. Empfehlung!

 

 

 

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Leben abseits der Realität

Internet,  vor allem auch Soziale Medien wie Facebook, Instagram und Twitter sind für viele Menschen aus dem eigenen Leben nicht mehr wegzudenken. Sie erweitern unseren Handlungsspielraum, sorgen für gefühlte Unmittelbarkeit in Kontakt, wir können wichtige Augenblicke oder witzige Ereignisse „teilen“, wir können unsere Sympathien mit einem „Like“ ausdrücken, und freuen uns, wenn unsere eigenen Beiträge auf möglichst viel Zuspruch stoßen.

 

Neben diesen Sonnenseiten und Vorzügen treten jedoch immer mehr auch die Schattenseiten der neuen Medien zutage. Es wird vermehrt Aufmerksamkeit und Energie dahin gelenkt, die eigene Selbstdarstellung zu perfektionieren um als „hip und zeitgemäß“ zu gelten. Auch gelten Profile anderer bekannter oder weniger bekannter Personen oft als Maßstab für das eigene Leben. Gerade auf Instagram blüht die Szenerie der Selbstdarstellung sehr. Für immer mehr – vorwiegend junge Menschen – wird diese Inszenierung immer öfter zur Falle. Firmen und Konzerne haben schon gelernt, die Vorzüge dieses Mediums wirtschaftlich für sich zu nutzen. Im Hintergrund scheinbar spontaner Bilder, die ein unbeschwertes und „lässiges“ Leben in Schönheit und Reichtum vorgaukeln, läuft eine Werbemaschinerie um geschickt platzierte Produkte oder Marken an den Mann oder die Frau zu bringen.

 

Junge Menschen wird auf diesem Weg eine Scheinrealität verkauft, die jedoch nicht als explizit als solche benannt wird. Verglichen mit dem tollen, schönen, unbeschwerten Leben dieser „Instagram-Schönlinge“ kann das eigene Leben im Vergleich doch nur an Glanz verlieren. Das eigene Selbstwertgefühlt sinkt, das Bedürfnis, sich diesem neunen Standard anzupassen, tritt auf. Dazu braucht es das passende Produkt (das geschickt platziert wurde) und schon ist das Selbstwertgefühl  wieder hergestellt.

 

Bei manchen Mädchen oder Burschen wird das Ringen um Selbstwerterhaltung durch Selbstinszenierung in sozialen Medien zu einem zentralen Lebensmittelpunkt. Gerade bei Jugendlichen ist das Gefühl von Identität noch sehr fragil und erst dabei, sich zu formen. Das Selbstwertgefühl wird von Äußerlichkeiten abhängig gemacht, die eigenen Interessen, Werte, die realen Kontakte abseits von virtuellen „Like“-Streicheleinheiten, gehen langsam verloren oder werden gar nicht aufgebaut. So wird die Substanz, aus der die Persönlichkeit sich formen sollte, langsam bröckelig. Die eigene Identität – das eigene Wollen, die eigenen Prioritäten und Ziele, die eigenen Werte, Weltanschauungen und Meinungen, der Zugang zur eigenen Leiblichkeit – bleibt diffus und unklar.

 

Eseena O’Neill, eine 19-jährige „Instagramerin“ aus Australien mit 500.000 „Followern“  gab in den letzten Wochen einen ehrlichen Einblick in die Welt der Selbstinszenierung. Sie zog sich aus dieser Welt überraschend zurück und löschte all ihre Fotos und Videos. Der Grund: ihr reales Leben sei ihr abhandengekommen! Lesen Sie hier den Artikel  zu diesem Thema in der Süddeutschen Zeitung.

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Die Angst vor der Angst

Zur Abwechslung möchte ich Ihnen eine Filmempfehlung ans Herz legen, die sich mit dem Thema „Angststörung“ befasst. Der Film „Hedi Schneider steckt fest“ befasst sich auf humorvolle Weise mit diesem weitverbreiteten und ernsten Thema. Angststörungen nehmen viele verschiedene Formen an (Panikattacken, unterschiedlichste Phobien, generalisierte Angststörungen, etc.) und zählen zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen. Es gibt Daten, die belegen, dass bis zu 25% der Bevölkerung irgendwann im Laufe ihres Lebens die Kriterien einer Angststörung erfüllen. Lesen Sie hier eine Filmrezession und einen persönlichen Erfahrungsbericht. Den Trailer finden Sie hier.

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Trauma in Traiskirchen

Die Vorstellung, traumatisierenden (Kriegs-)Erfahrungen ausgesetzt zu sein, die eigene Familie zurücklassen zu müssen und gezwungen zu sein, in einem fremden Land ein neues Leben zu beginnen, gehört wohl für viele Menschen zu den fürchterlichsten und bedrohlichsten Szenarien, die man sich ausdenken kann.


Medial ist die aktuelle Flüchtlingssituation in Traiskirchen (NÖ) derzeit omnipräsent. Tausende junge Menschen, Kinder und Frauen leben in einem überfüllten Erstaufnahmezentrum ohne Obdach und adäquater Betreuung. Lesen Sie hier die aktuelle Aussendung der ÖGPP (Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie) zu der aktuellen Situation.

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Bulimie in der Schwangerschaft

Bulimie ist eine Erkrankung, die sich durch wiederholte Essanfälle und „kompensatorische Maßnahmen“ – also dem Versuch, die zugeführten Kalorien durch Erbrechen, Sport oder die Einnahme von Abführmitteln und Entwässerungsmitteln loszuwerden – kennzeichnet. Der Beginn einer Bulimie ist oftmals schleichend. Junge Mädchen (und manchmal auch Burschen) suchen nach Wegen einem bestimmten Ideal zu entsprechen und experimentieren mit Diäten und Appetitzüglern herum. Irgendwann rebelliert der Körper und holt sich seine Energie über unkontrollierbare Essanfälle wieder rein, die dann mittels erwähnter Maßnahmen wieder „rückgängig“ gemacht werden sollen – ein Teufelskreis beginnt.  Wagt man einen tieferen Blick, zeigen sich oft gröbere Probleme im familiären Umfeld. Kommt es zu keiner Therapie, wird die Bulimie oft chronisch. Die Betroffenen verlieren jegliches Hunger-/Sättigungsgefühl und bekommen mit der Zeit körperliche Folgeerscheinungen. Nebenbei treten ach Probleme finanzieller und sozialer Natur auf. Essanfälle zu finanzieren ist teuer, zudem ist die Planung und Durchführung sehr zeitaufwendig – Freundschaften bleiben häufig auf der Strecke. Ess- und Brechanfälle dienen in der späteren Phase häufig der Regulation von Spannungen. Im Gegensatz zur Anorexie bleiben Frauen mit Bulimie fruchtbar, das heißt, es kommt zu keinem großen Gewichtsverlust mit einhergehender sekundärer Amenorrhoe (Ausbleiben der Menstruation). Wird eine betroffene Frau nun schwanger, kann dies einem Gefühl absoluten Kontrollverlustes gleichkommen. Kathrin Szabó schildert auf ihrer Seite www.nestling.org auf authentische Weise ihren persönlichen Bulimie-Bewältigungsweg während der Schwangerschaft.

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Wenn mit dem Baby der Blues kommt...

Die Geburt eines Kindes bedeutet oft einen markanten Wendepunkt im Leben einer Frau. Als frische Mama soll man nun endlich überglücklich seinen Nachkömmling in die Arme schließen. Die Realität dieses Momentes ist manchmal jedoch weit weg von dem Bild, das wir uns erwarten. Viele Mütter haben das Glück, diese erste Zeit mit ihrem Kind tatsächlich in vollkommener Seligkeit zu erleben. Für die Anderen gilt es, die vielen Eindrücke mitsamt allem „Unerwartetem“ zu verdauen. In diesem Blogeintrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schildert Marcia Elisa Moser ihre sehr persönlichen Erfahrungen mit einer postpartalen Depression.

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Was mich nicht umbringt macht mich stärker?

Diesen oft bemühten Spruch kennen wohl viele Menschen. Es ist scheint tatsächlich oft so zu sein, dass wir mit jeder gemeisterten Hürde ein Stückchen mehr Widerstandsfähigkeit aufbauen (im Fachjargon „Resilienz“ genannt). Doch bei traumatischen Geschehnissen, die wir nicht verarbeiten und somit gut bewältigen können, ist dies nicht der Fall.

 

Kommt es zu einer „Posttraumatischen Belastungsstörung“ (PTBS), fällt es den Betroffenen schwer, das Leben zu genießen, da der Lebensfluss nicht mehr zur Gänze fließen kann (frei nach Peter Levine). Lesen Sie hier dazu einen aufschlussreichen Artikel in der Zeitung „Der Tagesspiegel.“

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Wie wirkt Psychotherapie?

Der Standard berichtet in seiner heutigen Ausgabe von einer Studie, bei der die Wirkung von Psychotherapie auf Gehirnstrukturen untersucht wurde. Eine Depression geht oft mit neurochemischen Veränderungen einher. Um das Gleichgewicht der Neurotransmitter wieder herzustellen, werden oft Antidepressiva eingesetzt. Wie diese interessante Studie jedoch zeigt, führt auch eine längerfristige (in diesem Fall achtmonatige) Psychotherapie zu einer Normalisierung der Gehirnaktivität. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie sehr Körper und Psyche verschränkt sind und sich aufeinander auswirken, so dass schwer festzustellen ist, was zuerst da war – die Depression oder die Veränderung der Neurotransmitter? Huhn oder Ei? Für die Behandlung zeigt sich jedoch, dass diese Frage gar nicht so relevant ist, denn eine Besserung des Zustands lässt sich sowohl mit Psychopharmaka als auch Psychotherapie erreichen. Veränderungen, die durch Psychotherapie bedingt sind, erweisen sich jedoch oft als langanhaltender und stabiler, da sie oft mit Veränderungen der Lebensweise und relevanter Beziehungen einhergehen. Lesen Sie hier den Beitrag auf standard.at und hier die Originalstudie.

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Stellungnahme des ÖGPPs zum Absturz des Fluges 4U9525

Finden sie hier die STELLUNGNAHME der deutschsprachigen Gesellschaften für Psychiatrie (DGPPN, ÖGPP …) zum Absturz des Fluges 4U9525:

 


"....Wir trauern um die bei dem Absturz ums Leben gekommenen Menschen. Unsere Gedanken sind bei den von unvorstellbarem Leid getroffenen Angehörigen, die nicht nur in diesen Tagen, sondern auch langfristig alle erdenkliche psychologische und medizinische Unterstützung erhalten sollten. Die öffentliche Diskussion, die größtenteils auf der Basis von Spekulationen geführt wird, rückte schnell die Diagnose Depression, an der der Co-Pilot vor mehreren Jahren vermeintlich erkrankt war, in den Mittelpunkt.


Wir erleben mit großer Bestürzung eine völlig übereilte, von Spekulationen getragene, Meinungsbildung zu psychischen Erkrankungen als Ursache für den wahrscheinlich willkürlich herbeigeführten Flugzeugabsturz. In der öffentlichen Diskussion wird fälschlicherweise vermittelt, dass von psychischen Erkrankungen, insbesondere eine der häufigsten, der Depression, Gefahren für die Allgemeinheit ausgehen, gegen die Schutzmaßnahmen erforderlich sind. Dadurch werden Menschen mit einer psychischen Störung, [...] öffentlich diskriminiert.
30% der Bevölkerung [...] leiden im Laufe ihres Lebens ein- oder mehrfach an einer psychischen Erkrankung und sollten durch die öffentliche und mediale Diskussion nicht diskriminiert und stigmatisiert werden....." (DGPPN, ÖGPP)

 

Konsequenterweise bemüht sich die ÖGPP, einen Leitfaden zu entwickeln, der besonnenen, nicht stigmatisierenden Umgang mit medialen Aussagen als Focus hat. (Georg Psota - Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie - ÖGPP)

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Burnout - die totale Erschöpfung

Die Frage, warum manche Menschen bei andauernder Arbeitsbelastung ein Burnout entwickeln und andere nicht, ist Gegenstand aktueller Forschung. Ein wichtiger Schutzfaktor scheint das Vorhandensein stützender Beziehungen zu sein. Bei Menschen, die ein Burnout entwickeln, scheint es in diesem Bereich Defizite zu geben. Natürlich ist dieser Bereich außerordentlich komplex und der Einfluss wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Strömungen, durch die Arbeitnehmer immer mehr unter Druck gesetzt werden, ist nicht zu unterschätzen. Dennoch reichen die Wurzeln solcher Arbeits- und Beziehungsmuster oft weit in die Vergangenheit zurück. Gerade Psychotherapie kann helfen, die eigene Beziehungsfähigkeit (zu anderen und zu sich selbst) weiterzuentwickeln und somit auch besser für sich zu sorgen. Lesen sie hier einen spannenden Blog-Eintrag von Dr. Miriam Prieß.

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Die heimliche Depression am Arbeitsplatz

Nach dem furchtbaren Flugzeugabsturz der Germanwings-Maschine in Frankreich rückt das Thema „Depression am Arbeitsplatz“ medial mehr in den Vordergrund. Die eigene psychische Erkrankung am eigenen Arbeitsplatz zu verheimlichen, ist ein sehr verbreitetes Phänomen. Gründe dafür sind oft Ängste, die Arbeit zu verlieren oder Vorurteilen ausgesetzt zu sein. Lesen Sie hier einen interessanten Beitrag dazu auf www.welt.de.


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